Tipps zur Wohnungssuche

Attraktive Wohnungen und Häuser in guten Lagen sind heiß begehrt und im nu vergriffen.

Die Erfahrung konnte ich kürzlich selbst machen, als ich mich auf die Suche nach einer Studenten-Wohnung für meine Tochter machte. Dabei lernte ich den stark umkämpften Münchner Immobilien-Markt kennen. Die Erfahrungen und Eindrücke die ich dabei machen durfte möchte ich gerne mit Ihnen teilen.

Eine alt bewährte Regel besagt:

“90% des Erfolgs liegt in der Vorbereitung”!

In diesem Zusammenhang gilt es einige Grundregeln zu beachten.

Zunächst gilt es die Spieler auf dem Spielfeld zu identifizieren. Mit wem habe ich es als Mietinteressent überhaupt zu tun?

Mietwohnungen werden meist von Maklern, Wohnungsverwaltern, Wohnungsbaugenossenschaften oder Eigentümern angeboten und vergeben – z.T. auch von Vormietern oder das WG-Zimmer vom Mitbewohner. Die Ziele der einzelnen Mitspieler können durchaus unterschiedlich sein. Während für Makler und Genossenschaften die vorgelegten Unterlagen und Dokumente eine große Bedeutung bei der Entscheidungsfindung haben, spielt für den Eigentümer der persönliche Eindruck eine große Rolle bei der Auswahl des Mieters.

Wie kann ich Einfluss auf die Entscheidung nehmen?

Die Vorlage einer vollständigen Bewerbungsmappe kann schon ausschlaggebend sein. Wenn man dann noch mit den anderen Bewerbern konkurrieren kann, ist meistens schon das Runde im Eck.

Was sind die wichtigsten Entscheidungskriterien?

  1. Schnelligkeit bei der Abgabe der Dokumente (Am besten gleich mit zur Besichtigung bringen)
  2. Vollständigkeit der Unterlagen

Am Tag der Besichtigung

Hier gelten ähnliche Maßstäbe wie bei einem Bewerbungsgespräch.

  • Pünktlichkeit
  • Erscheinungsbild
  • Auftreten
  • Freundlichkeit (nicht alles mies machen)
  • Interesse zeigen durch Nachfragen (nicht Klugscheißen)

Wenn mir die Wohnung gefällt, sollte ich nicht lange fackeln sondern zusagen und den Mietvertrag unterschreiben (natürlich nicht ohne vorherige Prüfung).

Angaben zur Person

Auf welche wahrheitsgemäßen Angaben hat der Vermieter einen Anspruch? Falsche Angaben können dazu führen, dass der Mietvertrag später angefochten wird.

  1. Familienstand
  2. Kinder
  3. Haustiere

Welche Angaben müssen nicht Wahrheitsgemäß beantwortet werden?

  • Wenn Sie Raucher sind (Seit dem jüngsten Urteil gegen einen Kettenraucher kann man zukünftig nicht sicher sein was da kommt)
  • Wenn Sie laut Musik hören
  • Wie oft Sie Partie feiern
  • Fragen zur Religion
  • Welche Abstammung/Nationalität Sie sind
  • Wenn Sie Vorbestraft sind

Persönliches bzw. intimes muss nicht angegeben bzw. nicht wahrheitsgemäß angegeben werden. Ausführliche Angaben helfen jedoch ein Vertrauensverhältnis zum Vermieter aufzubauen.

Worauf achten Eigentümer?

  • Das Persönliche Umfeld des Mietinteressenten?
  • Passt der Mietinteressent zu den restlichen Bewohnern?
  • Weiß der Mietinteressent die Immobilie zu würdigen?
  • Wird der Mieter ordentlich mit der Immobilie umgehen?
  • Ist der Mietinteressent in der Lage die Mietzahlungen zu stemmen (Alleinstehende max. 1/2 und Familien max. 1/3 ihres Einkommens)?

Wie sollte eine gute Wohnungsbewerbung aussehen?

Schildern Sie in einem kurzen Anschreiben Ihre derzeitige Wohnsituation und warum Sie ein neues Zuhause suchen. Gründe können Studium, Familienzuwachs, ein neuer Job, Scheidung oder der Auszug der Kinder sein.

  • Mitgeteilt werden muss, wie viele Personen im Haushalt leben werden.
  • Fügen Sie einen Einkommensnachweise und gegebenenfalls die Kopie eines Wohnberechtigungsscheins bei. Zudem muss angeben werden, ob man Rente, Bafög, Arbeitslosengeld oder Unterhalt bezieht.
  • Wer als Student oder Schüler in eine Wohnung ziehen will, benötigt häufig eine schriftliche Bürgschaft der Eltern.
  • Handelt es sich um eine alters- oder behindertengerechte Wohnung, sollten Sie klar machen, warum Sie dringend auf die Wohnung angewiesen sind.
  • Stehen mehrere Wohnungen zur Auswahl, kann man angeben, welche einem am meisten zusagt.
  • Zuletzt müssen Sie festhalten, was Sie maximal bereit sind zu zahlen.

Tipp: Legen Sie nur auf Anfrage einen Nachweis der Schufa bei. Achtung: Das Dokument sollte bereits vor der Wohnungssuche beschafft werden, um Zeit zu sparen.

Dem Vermieter sind Fragen nach folgenden Details grundsätzlich verboten:

  • Vorstrafen
  • Religion, Nationalität
  • frühere Mietverhältnisse
  • Mitgliedschaft in Parteien oder Gewerkschaften
  • Kinderwunsch oder Schwangerschaft
  • Die Frage, ob der Mieter betreut wird oder entmündigt wurde

Ebenfalls müssen Sie keine Auskunft darüber geben, ob Sie Raucher sind, gerne Partys feiern oder häufig Besuch haben. Am besten man ist diplomatisch und umgeht diese Fragen geschickt.

Haben Sie Fragen?

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Checkliste Verkäufer

> Legen Sie alle für den Verkauf benötigten Unterlagen: Grundbuchauszug, Versicherungsschein, Pläne, Zeichnungen, Wohn- und Nutzflächenberechnung, Katasterplan, Liegenschaftskarte usw. bereit.

> Inspizieren Sie Ihre Immobilie auf mögliche Schäden bevor Sie in den Verkauf gehen - beauftragen Sie jemanden, wenn nötig einen Ingenieur oder Architekt, um die möglichen Reparaturen zu bewerten. Im Idealfall stellte dieser fest dass alles in Ordnung ist.

> Finden Sie einen qualifizierten, lokal tätigen Immobilienmakler der Ihre Interessen beim Immobilienverkauf vertritt.

> Entscheiden Sie, welche Art von Renovierungen und Inszenierungen Sie machen möchten. Reparieren Sie alle Schäden und beseitigen Sie vorhandene Mängel, z. B. Löcher und Risse in Decken und Wänden. Achten Sie darauf dass alle technischen Details funktionieren.

> Berücksichtigen Sie auch das sämtliche mit der Instandsetzung des Hauses verbundenen Kosten ihre Steuerpflicht bei einem möglichen Gewinn aus dem Verkauf ihrer Immobilie schmälert.

> Bitten Sie Ihren Makler eine vergleichende Markt Analyse zu machen. Zu wissen, wie viel Ihr Haus Wert ist lohnt sich , dies ist einer der ersten Schritte bevor Sie an die Vermarktung denken.

> Bestimmen Sie Ihre Timeline. Je nachdem wie schnell sie verkaufen wollen oder müssen entscheiden sie ob sie das Haus mit einer aggressiven Preisgestaltung anbieten wollen.

> Haben Sie sich für einen Makler entschieden, besprechen Sie mit ihm einen Marketingplan. Planen Sie einen professionellen Fototermin ein. Überlegen Sie ob Sie eine Open House Veranstaltung einplanen wollen.

> Nun sind sie endlich bereit ihre Immobilien zu präsentieren. Denken Sie daran, die wichtigste Regel bei der Inszenierung ist die Immobilie zu "endpersonalisieren". Hier unterstützt das bei uns noch relativ unbekannte "Homestaging" und bringt sehr gute Ergebnisse. Entfernen Sie persönliche Fotos, Abfall Dosen, Kosmetika und persönliche Gegenstände.

> Der potenzielle Käufer sollte sich gleich zuhause fühlen, es ist ein ideales zu Hause, ohne Kabelgewirr und rumfliegende Hausschuhe usw..

> Während der Präsentation, können Sie Ihr Haus getrost verlassen, So fühlten sich die möglichen Käufer wohler und können sich freier bewegen und Details der Immobilie mit dem Makler diskutieren.

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